Menschen stärken. Beziehungen fördern. Sozialräume gemeinsam gestalten.
Sozialräume e.V. ist ein gemeinnütziger und unabhängiger Verein. Wir entwickeln Projekte, Bildungsangebote und fachliche Ansätze für Kinder und Familien, Fachkräfte und Ehrenamtliche sowie Träger, Vereine und andere Organisationen.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen Menschen und ihre Beziehungen: zu sich selbst, zu anderen Menschen, zur Gemeinschaft, zu ihrer Umwelt und zu ihrer Zukunft.
Dabei verbinden wir pädagogische und soziale Praxis mit fachlicher Entwicklung. Wir möchten nicht nur darüber sprechen, was sich verändern sollte, sondern gemeinsam mit Menschen, Einrichtungen und Organisationen Ideen entwickeln, erproben und weitergeben.
KitOgata.de ist ein Teil davon.
Was uns wichtig ist
Wir verstehen Kinder und Jugendliche als eigenständige Menschen mit eigenen Rechten, Bedürfnissen, Erfahrungen und Perspektiven. Sie sind Erwachsenen gleichwürdig, auch wenn Erwachsene eine besondere Verantwortung für ihren Schutz, ihre Begleitung und ihre Entwicklung tragen.
Unsere Arbeit ist ressourcenorientiert, partizipativ, inklusiv, systemisch, generationenverbindend und sozialraumorientiert. Dabei interessiert uns nicht nur, wo Schwierigkeiten liegen. Ebenso wichtig sind die Fragen:
Was funktioniert bereits? Was schützt und stärkt Menschen? Welche Möglichkeiten sind noch ungenutzt? Und was können wir gemeinsam daraus entwickeln?
Aus Begegnungen können Beziehungen wachsen. Beziehungen ermöglichen Gemeinschaft. Und Gemeinschaft kann Zukunft gestalten.
Was wir machen
Unsere Arbeit richtet sich im Wesentlichen an drei Gruppen:
Kinder und Familien
Wir entwickeln und gestalten Projekte, Aktionen und Begegnungsformate, die Kinder und Familien stärken, Beteiligung ermöglichen und Gemeinschaft fördern. Dazu gehören beispielsweise die Umweltentdecker*innen, generationenverbindende Angebote oder das Erzähl- und Zuhörcafé.
Fachkräfte und Ehrenamtliche
Über unser im Aufbau befindliches Sozialräume e.V. Bildungszentrum – SBZ.nrw entwickeln wir Fortbildungen, Kompaktkurse und Qualifikationen. Themen sind unter anderem Kindeswohl und Kinderschutz, Schutzabsicherung, pädagogische Haltung, Beziehung und Kommunikation, Beteiligung sowie sozialraumorientiertes und generationenverbindendes Arbeiten.
Träger, Vereine und Organisationen
Wir begleiten Organisationen bei der Entwicklung von Konzepten, Angeboten und Strukturen. Dazu gehören beispielsweise Schutzkonzepte und Schutzabsicherung, Qualitätsentwicklung, sozialraumorientierte Angebote sowie individuell entwickelte Lösungen für Einrichtungen, Vereine und andere Akteur*innen.
Schutz bedeutet für uns mehr als ein Schutzkonzept
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit liegt auf Kindeswohl, Kinderschutz und Schutzabsicherung.
Schutz entsteht für uns nicht allein dadurch, dass ein Konzept geschrieben und abgeheftet wird. Entscheidend sind Menschen, Haltung und gelebte Strukturen.
Deshalb betrachten wir Schutz umfassend: Prävention, Beteiligung, Beschwerdemöglichkeiten, klare Verantwortlichkeiten und Verfahren gehören ebenso dazu wie Qualifikation, Reflexion und die Handlungssicherheit der Menschen, die Verantwortung für andere tragen.
Unser Grundgedanke lautet:
Menschen tragen Schutz – Strukturen sichern ihn ab.
Dabei nehmen wir nicht nur Kinder und Jugendliche in den Blick. Schutzabsicherung berücksichtigt ebenso andere schutzbedürftige Menschen sowie die Fachkräfte, Ehrenamtlichen und Verantwortlichen, die Schutz ermöglichen sollen.
Pädagogik im Sozialraum
Mit der sozialraumorientierten generationenverbindenden Pädagogik (SoGeP) entwickeln wir einen Ansatz, der Pädagogik konsequent als Beziehungsgeschehen versteht.
Kinder entwickeln sich nicht isoliert. Sie leben in Familien, Einrichtungen, Nachbarschaften und Gemeinschaften. Sie erleben Natur und Umwelt, gesellschaftliche Veränderungen und Vorstellungen davon, wie ihre Zukunft aussehen könnte.
Deshalb gehören für uns die Beziehungen des Menschen zu sich selbst, zu anderen, zur Gemeinschaft, zur Mitwelt und zur Zukunft zusammen.
Sozialraumorientierung bedeutet dabei nicht, dass eine Einrichtung plötzlich für alles zuständig sein soll. Vielmehr geht es darum, vorhandene Ressourcen wahrzunehmen, Menschen und Orte miteinander zu verbinden und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Entwickeln, erproben und teilen
Einige unserer Ansätze entstehen unmittelbar aus Fragen der pädagogischen und sozialen Praxis.
Dazu gehört beispielsweise der Kindheits- und Bildungsbegleitbogen (KiBiBo). Er soll kindliche Entwicklung über längere Zeit begleiten, unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und Kinder selbst an ihrer Entwicklungsdokumentation beteiligen.
Mit den Umweltentdecker*innen verbinden wir Naturerfahrung, Forschen, Beteiligung und Umweltbildung. Dabei gilt für uns: Kinder müssen nicht die Probleme der Erwachsenen lösen. Verantwortungsbewusstsein für Umwelt und Zukunft entsteht nicht durch Angst oder einen erhobenen Zeigefinger, sondern zunächst durch Beziehung, Erfahrung und Selbstwirksamkeit.
Und mit Formaten wie dem Erzähl- und Zuhörcafé schaffen wir Räume, in denen Menschen unterschiedlicher Generationen miteinander ins Gespräch kommen können – freiwillig, respektvoll und ohne dass jedes Gespräch ein pädagogisches Ziel oder eine Lösung haben muss.
Warum KitOgata?
Auch KitOgata.de gehört zu unserer Vorstellung davon, wie gemeinnützige Arbeit aussehen kann.
Wissen, Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven sollten möglichst vielen Menschen zugänglich sein. Deshalb möchten wir mit KitOgata Fachwissen verständlich machen, Erfahrungen aus der Praxis sichtbar machen, Diskussionen ermöglichen und Materialien teilen.
Dabei dürfen auch unbequeme Fragen gestellt werden.
Wie viel Raum brauchen Kinder eigentlich, um sich wohlzufühlen? Wann wird pädagogische Macht problematisch? Wie ernst meinen wir Beteiligung wirklich? Wie können wir Menschen schützen, ohne sie unter Generalverdacht zu stellen? Was brauchen Fachkräfte, um ihrer Verantwortung gerecht werden zu können? Und welche Verantwortung haben wir gegenüber Kindern für die Welt, in der sie einmal leben werden?
KitOgata soll deshalb nicht einfach ein Sprachrohr von Sozialräume e.V. sein. Das Magazin soll ein offener Ort für Wissen, Praxis, unterschiedliche Perspektiven und fachlichen Diskurs rund um Kindheit und Bildung sein.
Mitdenken, mitmachen, widersprechen
Sozialräume entstehen nicht am Schreibtisch. Und gute Ideen werden nicht dadurch besser, dass alle derselben Meinung sind.
Deshalb freuen wir uns über Menschen, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen einbringen, Projekte mitgestalten, Artikel für KitOgata schreiben, mit uns kooperieren oder unsere Arbeit unterstützen möchten.
Denn am Ende lässt sich unser Verständnis von Sozialräumen ziemlich einfach zusammenfassen:
Aus Begegnungen wachsen Beziehungen.
Beziehungen ermöglichen Gemeinschaft.
Gemeinschaft gestaltet Zukunft.